Finanzlexikon

Begriffe aus der Finanzwelt einfach erklärt

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Begriff Definition
Pensionsfondsrichtlinie
Mit seiner Richtlinie 2003/41 EG, die im Juni 2003 in Kraft trat, hat das Europäische Parlament "Regeln für die Aufnahme und Ausübung der Tätigkeit von Einrichtungen der betrieblichen Altersvorsorge " beschlossen. Am 29. April 2005 wurde die EU-Richtlinie mit dem 7. Gesetz zur Ändrung des VAG ( Versicherungsaufsichtsgesetz) in nationals Recht umgewandelt. Teil dieser Richtlinien sind die Vorschriften über die Vermögensanlage der Altersvorsorgeeinrichtungen . In die Richtlinien aufgenommen wurde auch die Informationspflicht von Versorgungsanwärtern, Versorgungsberechtigten und den zuständigen Behörden. Weitere Bestandteile der Richtlinien sind Kapitalausstattung des Pensionsfonds, Vermögensanlage, Deckungsrückstellungen sowie Vorschriften für EU-weit agierende Unternehmen.
Pensionsgeber
Laut HGB § 238 - 342) ist eine Pensionsgeber die Bezeichnung für ein Kreditinstitut oder den Kunden eines Kreditinstitutes die im Rahmen eines Pensionsgeschäftes ihnen gehörende Vermögensgegenstände wie z.B. Wertpapiere einem anderen Kreditinstitut oder dessen Kunden ( Pensionsnehmer ) gegen Zahlung eines Betrages überträgt. Beide vereinbaren gleichzeitig daß die Vermögensgegenstände später zurückübertragen werden müssen oder können. Werden die Vermögensgegenstände zurückübertragen wird ein vereinbarter Betrag fällig oder der gezahlte Betrag wird erstattet.
Pensionsgeschäft, liquiditätszuführendes
( repurchase operation repo ) Grundsätzlich wird als liquiditätszuführendes Pensionsgeschäft der Kauf eines Vermögensgegenstandes z.B. Wertpapieres bezeichnet wobei gleichzeitig beim Kauf ein Rückkauf vereinbart wird. Bereits beim Kauf wird ein Termin für den Rückkauf festgelegt. Die Europäische Zentralbank führt solche Pensionsgeschäfte im Rahmen ihrer Offenmarktpolitik durch. Sie erwirbt von Geschäftsbanken refinanzierungsfähige Vermögenswerte und vereinbart gleichzeitig einen Rückkauf. Auf diese Weise führt die EZB dem Geldmarkt liquide Mittel zu.
Pensionsgeschäft, umgekehrtes
( reverse repurchon operation ) Pensionsgeschäft, das aus der Position des Pensionsnehmers betrachtet wird. Als Pensionsnehmer wird der Käufer des Vermögenswertes z.B. Wertpapiere bezeichnet. Laut Vertrag ist der Pensionsnehmer verpflichtet zum vereinbarten Termin den Vermögenswert zurückzugeben.
Pensionsgeschäft, Verbuchung
Entsprechend den Rechnungslegungsgrundsätzen der Bundesbank sind Pensionsgeschäfte als besicherte Kredite auf der Passivseite der Bilanz auszuweisen. Da die Vermögensgegenstände als Sicherheien dienen sind diese auf der Aktivseite aufzuführen.
Pensionsgeschäfte
Pensionsgeschäfte sind Geschäfte bei denen der Verkäufer,auch Pensionsgeber genannt ,einem Pensionsnehmer Gegenstände gegen einen Kaufpreis überträgt gleichzeitig aber beide Vertragspartner einen möglichen Rückkauf zu einem Rückkaufspreis vereinbaren. Der Rückkaufstermin kann bereits bei Abschluss des Geschäfts oder zu einem späteren Zeitpunkt vereinbart werden . Der vereinbarte [Rückkaufspreis](http://www.beliehen.de/ruckkaufspreis.html "Rückkaufspreis") liegt dabei über dem ursprünglichen Kaufpreis da er bereits die Zinsen enthält.
Pensionskasse
Einrichtung die ihrer Satzung oder den Versicherungsbedingungen entsprechend die Altersversorgung eines bestimmten Personenkreises sichert. Der Rechtsanspruch ergibt sich aus vorangegangenen Beitragszahlungen. Zweck ist die Aufstockung der gesetzlichen Rente.
Pensionsnehmer
siehe Pensionsgeber
Pensionssatz
( Reposatz, repo rate ) Monatlicher Durchschnittzinssatz der Bundesbank für Pensionsgeschäfte.
Pensionsverpflichtung
Verpflichtung eines Unternehmens nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses und bei Eintritt in die Rente seinem bisherigen Arbeitnehmer Leistungen aus der betrieblichen Altersvorsorge zu gewähren. Das Unternehmen ist dazu vepflichtet entsprechende Rückstellungen zu bilden. Unklar ist bei Beginn der Rückstellungen ob, wann und in welcher Höhe die Leistungen fällig werden.
Pensionszusage
Zusage auf Leistung aus einer betrieblichen Altersvorsorge. Beim Eintritt des Vorsorgefalles erhält der Arbeitnehmer Leistungen aus der betrieblichen Altersvorsorge.
Performance
Zur Ermittlung der [Wertentwicklung](http://www.beliehen.de/wertentwicklung.html "Wertentwicklung") eines Wertpapiers oder eines Investments wird ein Vergleich zwischen dem Wertpapier und dem sogenannten Benchmark gezogen. Dabei wird das Wertpapier mit dem gesamten Markt oder einem speziellen Bereich verglichen. Schwierig ist ein Vergleich verschiedenner Investmentfonds da die Anlageobjekte zumeist verschieden sind. Um einen Vergleich verschiedener Investmentfonds zu ermöglichen hat der Bundesverband Deutscher Investmentgesellschaften eine Berechnungsmethode entwickelt.
Performance Linked Note
Die [Wertentwicklung](http://www.beliehen.de/wertentwicklung.html "Wertentwicklung") und [Verzinsung](http://www.beliehen.de/verzinsung.html "Verzinsung") eines festverzinslichen Wertpapieres ist an die Performance eines dem Papier zugrunde liegenden Gegenstandes gebunden.
performance pressure
den Begriff performance pressure finden sie in unserem Finanzlexikon unter der Definition von [Performancedruck](http://www.beliehen.de/performancedruck.html "Performancedruck")
Performancedruck
Jeder Manager eines Portefeuilles unterliegt dem Druck einen möglichst hohen Ertrag zu erwirtschaften. Nur dann kann er am Markt und im Wettbewerb bestehen. Kann er die erhofften und erwarteten Gewinne nicht mit risikoarmen Papieren erreichen wird er versuchen mit risikoreicheren Papieren den erwarteten Gewinn zu erreichen. Dabei steigt der Druck und er ist gefährdet hohe Verluste zu erleiden.

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