Finanzlexikon

Begriffe aus der Finanzwelt einfach erklärt

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Begriff Definition
Pfandleiher
De Pfandleiher ist ein eigenständiger Beruf, der in § 1204 des Bürgerlichen Gesetzbuches ( BGB geregelt ist. Gegen Hinterlegung eines Pfandes gewährt der Pfandleiher ein Darlehn dem der Wert des Pfandes zugrunde liegt. Nach Abschluss eines Pfandleihvertrages und der Übergabe des Pfandes erhält der Verpfänder eine Pfandschein. Innerhalb einer bestimmten Zeit kann der Verpfänder das Geld zurückzahlen und sein Pfand auslösen. Verfällt der Termin erlischt das Recht des Verpfänders am Pfand. Der Pfandleiher kann den verpfändeten Gegenstand verwerten und zur Versteigerung freigeben. Mögliche Pfandsachen sind Schmuck, elektronische Gegenstände, Autos u.ä.
Pfandpoolverfahren
Zur Absicherung ihrer Refinanzierungsgeschäfte mit der Bundesbank bzw. mit der EZB bringen die Banken ihre Sicherheiten wie [Festverzinsliche Wertpapiere](http://www.beliehen.de/festverzinsliche-wertpapiere.html "Festverzinsliche-Wertpapiere") vom Staat oder von Kreditinstituen in einen Pfandpool der EZB oder Bundesbank ein. . Es werden dabei aber keine einzelne Geschäfte abgesichert sondern die Sicherheiten gelten gemeinschaftlich für alle Geschäfte im Rahmen des Poolverfahrens.
Pfändungsfreigrenze
( Pfändungsfreibetrag) Die Pfändungsfreigrenze definiert den teil des Arbeitseinkommens der nicht pfändbar ist. Der Betrag, der nicht gepfändet werden darf wird ermittelt in dem vom bereinigten Nettoeinkommen des Arbeitnehmers Zivilprozessordnung ist geregelt wie das bereinigte Nettoeinkommen zu berechnen ist. Demnach werden vom Gesamteinkommen des Schuldners unpfändbare Bezüge nach $ 850 der -PO und sie Sozialversicherungsbeiträge abgezogen. Ebenso sind die Steuern und vermögenswirksame Leistungen bei der Berechnung zu berücksichtigen. Alle zwei Jahre wird die Tabelle zur Pfändungsfreigrenze überarbeitet und der Einkommensentwicklung angepasst.
Pfändungsschutzkonto
Zum 1. Juli 2010 wurde von der Bundesregierung ein Gesetz zum Pfändungsschutzkonto verabschiedet. Nach diesem Gesetz haben Schuldner künftig die Möglichkeit ein [Girokonto](http://www.beliehen.de/girokonto.html "Girokonto") bei einer Bank in ein Pfändungsschutzkonto umwandeln zu lassen. Damit soll der [Kontoinhaber](http://www.beliehen.de/kontoinhaber.html "Kontoinhaber") besser vor Kontopfändungen und Kontoplockierungen geschützt werden. So war bisher ein gepfändetes Konto gesperrt. Daueraufträge für Miete und Strom wurden nicht mehr ausgeführt. Da ein Pfändungsschutzkonto einen pfändungsfreiein Sockelbetrag von 985,15 Euro hat können solche Überweisungen künftig ausgeführt werden. Durch die Registrierung des Kontos als P-Konto ist aber gewährleistet dass der Schuldner nicht mehrere Konten eröffnen kann und die Verschuldung steigt. Hier finden Sie unseren [Girokonto-Vergleich](http://www.beliehen.de/girokonto-vergleich.html "Girokonto-Vergleich")
Pflegestufe I
Das von der Pflegeversicherung gezahlte Pflegegeld richtet sich nach der Einstufung der Pflegebedürftigkeit durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen. Personen, die in die Pflegestufe I eingestuft wurden, haben einen erheblichen Bedarf an Pflege. Dies bedeutet dass mindestens 90 Minuten am Tag Hilfe geleistet werden muss. 46 Minuten der Grundpflege muss auf zwei Verrichtungen fallen.
Pflegestufe II
Für die Einstufung in die Pflegestufe II durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen muss der erforderliche Pflegeaufwand mindestens 180 Minuten betragen. 120 Minuten entfallen davon auf die tägliche Grundpflege.
Pflegestufe III
Die Pflegestufe III bezeichnet die Schwerstpflegebedürftigkeit einer Person. Der erforderliche Pflegeaufwand liegt bei Mindestens 300 Minuten. Der Aufwand für die tägliche Grundpflege muss mindestens 240 Minuten betragen. Der pflegebedürftige benötigt rund um die Uhr Hilfe.
Pflegeversicherung
Januar 1995 eingeführter Zweig der Sozialversicherung . Sie ist eine [Pflichtversicherung](http://www.beliehen.de/pflichtversicherung.html "Pflichtversicherung") und gereglt im Sozialgesetzbuch (SGB) Neben gesetzlicher Krankenversicherung, Unfall- und Rentenversicherung sowie der Arbeitslosenversicherung ist sie die fünfte Säule der gesetzlichen Versicherungen. Träger der Pflegeversicherung sind die Pflegekassen. Sie sind ein Teil der gesetzlichen Krankenkassen aber eigenverantwortlich und eine Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Selbstverwaltung . Die gesetzliche Verpflichtung zur Pflegeversicherung besteht bei allen Mitgliedern der gesetzlichen krankenversicherung. Die Mitglieder von privaten Krankenkassen sind verpflichtet bei ihrer Versicherung in einem Vertrag das Risiko der Pflegebedürftigkeit abzusichern. Bei Pflegebedürftigkeit übernimmt die Pflegeversicherung Pflegekosten für ambulante und stätionäre Leistungen. Die Höhe der Leistungen richtet sich nach dem Grad der Pflegebedürftigkeit. Auch Familienmitgleider, die die Pflege übernehmen können Hilfe aus der Pflegeversicherung erhalten.
Pflegeversicherung Beitragssatz
Aktuell im Jahr 2011 liegt der Beitragssatz zur Pflegeversicherung bei 1,95 Prozent vom Lohn oder Gehalt bis zur Bemessungsgrenze. Von diesen 1,95 Prozent übernimmt der Arbeitgeber die Hälfte und zwar 0,975 Prozent. Für Kinder und Jugendliche sowie Studenten gelten besondere Tarife. Rentner müssen ihren Betrag allein zahlen. Für Arbeitslose übernimmt die Arbeitsagentur den Betrag.
Pflichtangebot
( duty offer ) Gemäß dem § 35 ff des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes ( WpÜG ) besteht die Verpflichtung ein öffentliches Angebot abzugeben wenn ein Bieter erstmals in anderer Weise als durch ein freiwilliges Übernahmeangebot die Kontrolle über ein Unternehmen erlangt. Der Bieter ist dann dazu verpflichtet allen Aktionären ein Angebot zu unterbreiten. Die Aktionäre erhalten damit die Möglichkeit ihre Aktien zu einem angemessenen Preis zu verkaufen. Beim Erreichen von 30 % der Aktien muß muß der Bieter ein Pflichtangebot abgeben. Ist diese Schwelle erreicht sind die Bafin und die Börsen, an denen die Papiere gehandelt werden,unverzüglich darüber zu informieren. Desweiteren muß der Käufer der Aktien dies im Internet und über ein elektronisches Informationsverbreitungssystem mitteilen. Das Pflichtangebot muß innerhalb vier Wochen nach der Entscheidung zur Übernahme erstellt und bei der Bafin eingereicht werden. Es umfasst Angaben zu den wesentlichen Geschäftsdaten, zu den Wertpapieren ,die eventuell zum Tausch angeboten werden und zur Finanzierung des Angebotes. Der Bieter muß zudem Angaben zur künftigen Geschäftspolitik machen. Der Aktionär kann nun anhand dieser Pflichtangaben entscheiden ob er bereit ist das Pflichtangebot anzunehmen.
Pflichtversicherung
Vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Versicherungen. So ist z.B. der Halter eines Kraftfahrzeuges verpflichtet eine KFZ-Haftpflichtversicherung abzuschließen. Eine weitere Pflichtversicherung ist die sogenannte Sozialversicherung. Unter diese Sozialversicherung fallen die Krankenversicherung, die Pflegeversicherung und die Arbeitslosenversicherung. Von Kranken- und Arbeitsloenversicherung sind bestimmte Berufsgruppen ( Beamte ) befreit.
Phantomrisiko
Risiken, die aus Befürchtungen oder Vorahnungen resultieren. Sie sind zwar möglich aber nicht im Voraus zu beurteilen da sie durchaus erst später eintreffen können und zu ernsthaften Bedrohungen und Risiken werden.
Pharming
Pharming ist eine im Internet verbreitete Betrugsmehtode. DMS Anfragen von Webbrowsern werden auf gefälschte Webseiten umgeleitet. Da die Adresse korrekt angegeben ist kann der Nutzer die Fälschung kaum erkennen. Ein aktiver Firewall oder eine richtig konfigurierte Sicherheitssoftware hilft solche Manipulationen zu verhindern.
Phillips-Theorem
Okonomisches Modell von Alban William Housege Phillips entwickelt. Er stellt dabei die Theorie auf, dass höhere Arbeitslöhne zu einem höheren Preisniveau führen und schliesslich damit zu einer höheren Inflation. Da die Ursache für höhere Arbeitslöhne meist eine geringere Arbeitslosigkeit ist kommt Phillips zu dem Schluss dass geringe Arbeitslosigkeit zu höherer Inflation führt.
PIN-Code
Ein PIN-Code ist eine nur wenigen Personen bekannte Geheimnummer. Häufigste Anwendung finde ein PIN-Code bei der Authentifizierung die ein Geldabheben am Geldautomat ermöglicht. . Aber auch beim [Home-Banking](http://www.beliehen.de/home-banking.html "Home-Banking") wird ein PIN-Code benötigt. Mit ihm kann ein Bankkunde im Internet seine Kontendaten abrufen und überprüfen und zusammen mit einer TAN seine Bankgeschäfte online abwickeln. Eine andere Nutzung des PIN-Codes besteht in der Freischaltung von Handys. Ursprünglich bestand der PIN-Code aus Ziffern inzwischen werden PIN-Codes aus Kombinationen von Ziffern und Buchstaben verwendet.

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